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Autor: Betreff: Satanismus - Vorurteile ohne Ende
Kandidat
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silverdragon
Beiträge: 37
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Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 8/3/2010 um 19:49  
Satanismus wird leider für den größten Teil der Geselschaft nur mit Sexorgien, Vergewaltigungen, Tier- und Menschenopfern verbunden.
Die Menschen wollen sich da leider auch nichts erklären lassen.
Man kann es ihnen ja auch nicht mehr verübeln.
Die ganzen jugendlichen die ihre „Ich bin ganz anders als meine Eltern“ Phase durchmachen, vertreten genau die Meinung, die die Geselschaft hat.
„Die bösen und mächtigen Satanisten.“
Die religiösen und traditionellen Hintergründe interessieren sie nicht.
Ist ja auch langweilig. Keiner hat Angst wenn man ankommt und sagt: Ich bin Satanist und das heisst ich lebe frei!

Sie fangen dann an Sekten zu gründen und andere zu verführen mitzumachen.
Das schlimme daran ist, dass sie selber nur die Infos haben die die Geselschaft und die Medien hergeben.
Dann passieren so schlimme Sachen wie Kindermorde im Auftrag Satans.
Den Medien gefällt das natürlich gut. Sie geben es wieder weiter und die jugendlichen schnappen es auf. So kommt es zu einem festen Kreislauf und die „wircklichen“ Satanisten stehn am Rande und können nichts dagegen tun.

Was denkt ihr kann man tun um solche sinnlosen Morde, die zu nichts gut sind als die Geselschaft noch weiter auf Satanisten zu hetzen, zu verhindern?

Gibt es keine Möglichkeiten die Geselschaft wachzurütteln?

Warum ist die Geselschaft eigentlich so verschlossen solch Themen gegenüber?
Nur wegen der Kirche?


Hier noch schnell was zu Satanisten:

Man kann Satanismus in sehr viele Gruppen aufteilen, aber ich teile gerne immer in 3 Hauptgruppen auf.

1. Der Jugendsatanismus

Von dem sprach ich oben.


2. den philosophischen Satanismus.

Die Anhänger dieser Art des Satanismus glauben daran, dass der Mensch Gott ist und Satan ist eine Lebenseinstellung. Diese Philosophie sagt soviel wie: „tu was du willst!“
Viele Jugendliche gehen dieser Art Satanismus nach, aber anderst als bei dem oben genannten, haben sie sich informiert und schaden keinem Grundlos.
Richtig bekannt wurde diese Einstellung mit LaVey und seiner Satainischen Bibel.
Hier mal ein Link zur Bibel:
http://www.no.future.de.ms/

Ich selber gehe dieser Einstellung auch nach.
Bin aber kein großer LaVey Fan. LaVey schreibt in seiner Bibel tu was du willst, aber macht selber „Regeln“.
Diese Einstellung vertreten auch „Satanische Kirchen“ wie die CoS (Church of Satan), O.T.O. (Ordo Templi Orientis) und deren Abspaltungen etc. Diese Kirchen benutzen die moderne Einstellung und alte Rituale.

3. Der rituelle und traditionelle Satanismus

Diese Art von Satanisten glauben an Satan als Wiedersacher Gottes.
So werden auch „schwarze Messen“ abgehalten an denen die Kirche mit Umkehrung verspottet wird. Z.B. mit dem Petruskreuz.
Auch Rituale gibt’s , bei denen auch mal Tieropfer vorkommen.
Also es sind sozusagen die Vorbilder der Jugend.
Der Große und Entscheidente Unterschied ist nur, dass diese Art Satanisten die Tradition kennen und es als Religion sehen.
Tieropfer sind nur zu magischen Zwecken da und nicht um „cool“ zu sein oder als „böse“ zu gelten.


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»Ich schwöre, treu, redlich und ehrenhaft zu dienen dem regierenden Papst Benedikt der XVI. und seinen rechtmäßigen Nachfolgern, und mich mit ganzer Kraft für sie einzusetzen, bereit, wenn es erheischt sein sollte, selbst mein Leben für sie hinzugeben. Ic
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Neophyt
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Benu
Beiträge: 56
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red_folder.gif erstellt am: 9/3/2010 um 19:16  
Grundsätzlich finde ich den Thread ja gut, aber einige Punkte muss ich mal leicht korrigieren. ;)

Für Satanisten ist es irrelevant, was die Gesellschaft über einen denkt.

Der OTO hat grundsätzlich erstmal gar nichts mit Satanismus zu tun, genauso wenig wie Crowley. Alle Äpfel sind Früchte, aber nicht alle Früchte sind Äpfel.

Auch kannst du, finde ich, die CoS (von der ich absolut nichts halte... allein die Voraussetzung um beizutreten find ich lachhaft (man überweise eine dreistellige Summe und erhalte einen roten Mitgliedsausweis :D )) nicht nur in die Kategorie "philosofischer Satanismus" stecken, da gerade die Church berühmt für ihre bescheuerten Schwarzen Messen is, die nichts mit den ursprünglichen schwarzen Messen zu tun hat, ihren oft dummen blasphemischen "rituellen" Handlungen, ihren Hochzeiten und Taufen die mehr ner schlechten Komödie dienen, als wirkliche Handlungen mit Bedeutung.

Gute Einführungen in den Satanismus bieten meiner Meinung nach Bücher wie "Im Kraftstrom des Satan-Seth" von Fra. Eremor, die Bücher von Frank Lerch oder "Satanische Magie" von Gregorius.


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Novize
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al-tair
Beiträge: 9
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red_folder.gif erstellt am: 9/3/2010 um 23:15  
in einer unterhaltung mit einem "ex-satanisten" hab ich einen klitzekleinen einblick in den satanismus bekommen.. seit dem bin ich satanisen sympatisant... aber wie schon gesagt gibt es mehrere gruppierungen sodass man das eigentlich nicht ohne weiteres sagen kann... naja ich glaube die Gesellschaft guckt sowieso überall nur mit einem halben auge aus dem augenwinkel auf alles... sie ist (in meinen Augen) die personifizierung der oberflächligkeit. ehrlichgesagt jugendliche sind eh auf so einem tripp mit tu was du willst.. das hat in meinen augen mehr mit der heutigen erziehung zutun die eigendlich zu 90% von lehrern in der schule erfolgt die 0% aller authorität ihr eigen nennen können.


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Weisheit findet sich überall. Aber nur der Weise vermag sie zu erkennen.
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Administrator
Adeptus Minor

Sid_Amos
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2010 um 14:49  
Satanismus war ist und wird es immer eine christliche Sekte sein.

Wenn man sich wirklich zu etwas neuem hin wendet, sollte man dies nicht an den alten Symbolen aufhängen, es gibt in der Moderne genug Beispiele wo dies geschafft wurde.

Ich denke man sollte diesen Begriff nicht mehr verwenden, eben so wie man nicht mehr vor oder nach Christus denken sollte, sondern vor bzw. nach unsere Zeitrechnung.

Und dies TUE WAS DU WILLST Kram ist erst etwas für weit Fortgeschrittene und nicht für Anfänger, sie können diesen Satz nicht verstehen und benutzen ihn als Legitimation für ihre naiven Vorstellungen und Wünsche. Das hiermit etwas ganz anderes gemeint ist, wird einem erst nach langer Zeit klar. Dieser Satz muss zu emotionalem Wissen werden und nicht nur zu logischem.
Deshalb halte ich es für falsch damit hausieren zu gehen.
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Ipsissimus
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Eliphas Leary
Beiträge: 1285
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2010 um 16:34  
Diese Unterteilung in "Jugendsatanismus", "philosophischen Satanismus" udglm. stammt doch von den "Sektenbeauftragten" der protestantischen Kirchen. Da die aber nur Propaganda für ihre Brötchengeber verbreiten, sollte man deren Unsinn nicht ernst nehmen. Da sitzt ein Ingolf Christensen in seinem Büro, schaut auf seine Wand mit Photos von "Satanisten", die er schon "zur Strecke gebracht" hat, freut sich und macht sich an sein nächstes Propagandawerk. Christensen und die Gebrüder Grant sind sicherlich besser als Fips Asmussen, aber ernst nehmen darf man die nicht, ihre Bücher dienen dem praktizierenden Okkultisten zur Belustigung und Kurzweil (am besten leiht man sie in öffentlichen Bibliotheken aus, da haben dann meistens schon viele Leute ihre Kommentare reingeschrieben).
Ich meine: allein schon der irreführende Name "Sektenberatungsstelle" für diese Hirnwäschereien! Reine Verdummung! Geht da mal rein, stellt euch höflich vor und erzählt denen, daß ihr schon lange mit der Kirche unzufrieden seid und euch in der Beratungsstelle mal umhören wolltet, welche Sekten die denn so empfehlen können. Die reagieren genauso blöd wie die von der Drogenberatungsstelle!
Zurück zum Thema: Persönlich ziehe ich die Unterteilung in Satanismus und Luziferianismus vor. Dabei nutze ich die Etymologie, um die Begriffe zu definieren: Das Wort Satan bedeutet ursprünglich "Hindernis, Blockade" (siehe hierzu NICHT den Wikipedia-Artikel, sondern vergleiche z.B. 4. Mose 22:22 im hebräischen Original mit der korrupten Übersetzung der Septuaginta, in der das hebräische השטן (ha Shatan) fälschlich als διαβαλεῖν (Diabolein) übersetzt wurde, in korrekten Übersetzungen der fraglichen Stelle steht aber "trat in den Weg" oder Sinngemäßes; Satan als "Ankläger" tritt in der Bibel erst später auf).
Luzifer als "Lichtträger" oder "Lichtbringer" (was nebenbei bemerkt bis ca. 750 nach Christus ein Name für Jesus war) blockiert nicht, sondern "erleuchtet". Luziferianer folgen dem "NON SERVIAM" (nicht Dienen), suchen also aus eigener Kraft und mit eigenem Verstand nach Antworten und Lösungen.
Satanisten verehren das, was sie hindert und blockiert.
Und da stimme ich Sid Amos voll und ganz zu: Satanisten fühlen sich zwar durch das Christentum blockiert und behindert, sind aber nicht in der Lage, aus der christlichen Gedankenwelt auszubrechen. Letzlich bindet sie die dem Christentum entlehnte Gestalt des Satan an diese Gedankenwelt: Satanisten sind neben Katholiken, Orthodoxen und Protestanten eine christliche Konfession. Und meistens beschränkt sich ihr Satanist-sein auf kindische Akte der Rebellion, ohne daß sie merken, daß sie ihre Rebellion nach den Werten und Maßstäben der Kirchen ausrichten.
Luziferianer, denen gemeinhin eine gewisse "Intellektualität" nachgesagt wird, sind keine re-aktionären Rebellen, sondern Menschen, denen ihr gesunder Menschenverstand mehr sagt als irgendwelche Mythen oder Dogmen. Ich würde also die sogenannten "Sethianer" und Gruppen wie den ONA eher als Luziferianisch einstufen.
Politisch ausgedrückt: Satanisten sind rechts, Luziferianer sind links.

Rotfront, Genossen!

EL


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Ipsissimus
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Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2010 um 17:05  

Zitat:
Luziferianer folgen dem "NON SERVIAM" (nicht Dienen), suchen also aus eigener Kraft und mit eigenem Verstand nach Antworten und Lösungen.
Satanisten verehren das, was sie hindert und blockiert.


naja, aber den meisten "satanisten" dient das doch auch nur als 'philosophische' rechtfertigung für ihren lebenswandel, ohne das irgeneine art von , sagen wir, 'aufklärung" (philosophische richtung, nicht sexualkunde) rezipiert und verstanden wude, oder das gar jemand den milton gelesen hätte.

für satanisten ist doch im endeffekt eine amoralische aufklärung a la deSade oder sowas leitlinie. wenn sie denn wenigstens deSade verstanden hätten!


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Novize
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2010 um 17:27  
hey

ich mag satanismus auch aber ich mache das zawar nicht so aber ich meditire manchmal und versuche dan in meinem inneren mit lucifer (satan) zu sprechen und ds klappt dan auch
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Magus
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Cassiel
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2010 um 17:43  

Zitat von Arun, am 11/3/2010 um 17:27
ich mag satanismus auch aber ich mache das zawar nicht so aber ich meditire manchmal und versuche dan in meinem inneren mit lucifer (satan) zu sprechen und ds klappt dan auch


So ein ausgemachter Blödsinn. Was soll man denn darunter verstehen das es dann auch klappt? Luzifer ist nicht gleich Satan, Satan ist ein Vorsteher des Erdelements, während Luzifer die höhere Oktave des Saturns ist, der bringer des Lichts der Erkenntnis.

LG

Cassiel


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Ipsissimus
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Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2010 um 18:15  

Zitat von Hephaestos, am 11/3/2010 um 17:05

naja, aber den meisten "satanisten" dient das doch auch nur als 'philosophische' rechtfertigung für ihren lebenswandel, ohne das irgeneine art von , sagen wir, 'aufklärung" (philosophische richtung, nicht sexualkunde) rezipiert und verstanden wude, oder das gar jemand den milton gelesen hätte.


Eben! Sie verherrlichen das, was sie (be)hindert.

Ach ja: Lebt wohl, ihr seligen Gefilde, wo
Die Freude ewig wohnt: willkommen Schrecknis
Der Unterwelt, willkommen tiefste Hölle,
Empfange Deinen neuen Eigentümer,
Dem Ort und Zeit den Geist nie werden ändern.
Der Geist ist selbst sein eigner Ort und macht
Aus Himmel Hölle sich, aus Hölle Himmel.
[..]Wir herrschen hier
In Sicherheit, und wenn's nach mir geht, so
Sei's in der Hölle, Herrschen lohnt sich immer:
Zu herrschen in der Hölle hier ist mir
Lieber als in dem Himmel nur zu dienen.

☺/☻


Zitat von Cassiel, am 11/3/2010 um 17:43

Zitat von Arun, am 11/3/2010 um 17:27
ich mag satanismus auch aber ich mache das zawar nicht so aber ich meditire manchmal und versuche dan in meinem inneren mit lucifer (satan) zu sprechen und ds klappt dan auch


So ein ausgemachter Blödsinn. Was soll man denn darunter verstehen das es dann auch klappt? Luzifer ist nicht gleich Satan, Satan ist ein Vorsteher des Erdelements, während Luzifer die höhere Oktave des Saturns ist, der bringer des Lichts der Erkenntnis.

LG

Cassiel


Nun, man kann den Lehren gewisser Logen folgen oder man kann die Figuren Satan, Luzifer, Adramelech, Asmodis, Baalzebul, Belial, Astaroth und wie sie alle heißen auch frei von der Logendoktrin verstehen.

LG

EL


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Magus
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Cassiel
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2010 um 18:25  

Zitat von Eliphas Leary, am 11/3/2010 um 18:15
Nun, man kann den Lehren gewisser Logen folgen oder man kann die Figuren Satan, Luzifer, Adramelech, Asmodis, Baalzebul, Belial, Astaroth und wie sie alle heißen auch frei von der Logendoktrin verstehen.


Hehe, ja da hast Du allerdings recht. Luzifer bleibt aber trotzdem immer eine ganz andere Qualität als Satan.

LG

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LeonGrace
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2010 um 18:43  
Namasté Freunde,

Luzifer, Inbegriff der Eitelkeit, ist mir auch sehr viel lieber, als Satans Zorn.
Nichts geringeres an Titeln steht uns doch zu, als "Gottes Schöpfungskrone" hm?!

*lacht leise und zwinkert in Cassiels Richtung*

Nein, mal ehrlich... Ich stimme Sid Amos und (wie immer) Eliphas zu. Vielleicht ist es an der Zeit umzudenken. Neue Strukturen zu finden.

Was mir dabei einfällt, auch wenns nicht hier reinpasst, denke ich... Während das Petruskreuz immer wieder als Symbol für den Antichristen gilt, ist es zu überlegen, ob nicht das eigentliche Kruzifix in seiner Bedeutung wirklich... satanisch ist? "Jesus ist tot. Wir haben ihn getötet."

Und wenn ich mir die Welt ansehe... dann ist Jesus toter als tot - zumindest in der Kirche...

Ausnahmen existieren, Gott sei Dank.

Liebe Grüße
Leon


[Editiert am 11/3/2010 um 18:45 von LeonGrace]



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"Der Junge, der sich mit seinem Schulwissen brüstet, ist in Gefahr, ein Gymnasialprofessor zu werden."
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Ipsissimus
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Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 12/3/2010 um 08:28  

Zitat:
"Jesus ist tot. Wir haben ihn getötet."


war das bei nietzeche nicht 'gott'?

„Wohin ist Gott? rief er, ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet, – ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? […] Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?“

und-eliphas:

ich versteh den milton-luzifer schon - aber das die arme sau nur die wahl zwischen

"schrecken&herrschaft" vs "sklaverei&freude"

hat, mag ja für ein mitglied der himmlischen heerscharen einen gewisen sinn machen - mich jedoch betrifft diese problematik gar nicht. ich, als mensch, kann mich ja auch freuen, ohne die sklaverei akzeptieren zu müssen. wir leben ja netterweise nicht in einer diktatur :)


[Editiert am 12/3/2010 um 08:34 von Hephaestos]



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Neophyt
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Benu
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red_folder.gif erstellt am: 12/3/2010 um 22:19  
Ich weiß nicht, warum viele (Sid, Eliphas, etc.) den Satanismus als mit dem Christentum verbunden fühlen. Außer der Begrifflichkeit braucht es keinen Kontakt, da es sich weder um eine Spiegelreligion handelt, noch als eine Art Abwandlung im "Feindparadigma". Es geht um den dahinter stehenden Gedanken und ich kenne ein paar Leute, die würde ich und auch andere als Satanisten bezeichnen, die du in keinster Weise in Verbindung mit dem Christentum bringen kannst.

Für mich ist auch JEDER, der sich selbst Satanist nennt und sich gedanklich in eine Abhängigkeit mit dem Christentum stellt, nicht reif genug um das Mysterium "Satan" wirklich zu erfahren.
Bis auf die Namen/Begrifflichkeiten haben diese beiden Sachen wirklich nicht viel miteinander zu tun.

Meine Meinung... :cool:


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Magus
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Cassiel
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red_folder.gif erstellt am: 12/3/2010 um 22:58  
Hm, also ich lese hier in Diskussionen über Satanismus immer diese groben unterteilungen, ich Jungend-, Möchtegern- und "richtigen-" Satanismus. Auch liest man hier immer klassifizierungen, ob Satanismus nur eine inverse Form des Christentums ist usw.

Was mich aber wirklich mal interessieren würde: Was versprecht Ihr Euch eigentlich davon? Was sind die Vorteile vom Satanismus? Was kann man damit erlangen? Warum sollte man lieber Satanist sein, als Christ? Wo ist der Unterschied?

Auch möchte ich gerne mal auf folgendes hinweisen: Luzifer, als gefallener Engel, ist laut der christlichen Mystik mit Gott in Streit gekommen und gefallen, weil er es nicht OK fand, das Gott die Menschen ihm als gleichwertig betrachtet hat. Er hat die Menschen verachtet und wurde deshalb von Gott verbannt, bzw, hat sich gegen ihn aufgelehnt.

Vor diesem Hintergrund frage ich mich, wieso soll man sich als Mensch mit jemandem einlassen, der einen abgrundtief hasst? Glaubt Ihr wirklich hier eine würdige Entität als "Gott" gefunden zu haben, die Ihr anbeten könnt, die Euch statt Mitgefühl (Gott) nur Hass entgegen bringt?

Des weiteren würde es mich interessieren Beispiele von erfolgreichen Satanisten genannt zu bekommen. Was ist aus solchen Leuten geworden? Wurden sie Weise? Haben sie es in irgendeiner Hinsicht zu etwas gebracht? Warum erkranken fast alle professionelle Satanisten nach einiger Zeit an Milzproblemen, oder Krebs?

LG

Cassiel


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Ipsissimus
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Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 13/3/2010 um 01:54  

Zitat von Cassiel, am 12/3/2010 um 22:58

Was mich aber wirklich mal interessieren würde: Was versprecht Ihr Euch eigentlich davon? Was sind die Vorteile vom Satanismus? Was kann man damit erlangen? Warum sollte man lieber Satanist sein, als Christ? Wo ist der Unterschied?


Sehr gute Frage, könnte einen interessanten (neuen?) Thread geben.
Persönliche Ansicht: In einem früheren (weit über 10 Jahre her) Versuch der Klassifizierung kam ich zu folgender Einsicht: Die meisten Menschen rennen lieber anderen Menschen hinterher und "denken nach" (im Sinne von Wiederholung der ihnen vorgesetzten Gedanken), solche Menschen kann man (freundlich) als "Gläubige" bezeichnen (auch jenseits der Religion finden sich "Gläubige" oder "glaubende" Menschen), unfreundlicher wäre die Bezeichnung "Herde".
Sich von der Gläubigkeit zu emanzipieren erfordert meistens einen Akt der Rebellion, nicht zuletzt weil die Menschen die weiterhin der Herde folgen wollen Ausreißer verpönen in Manier einer Hackordnung. In stark christlichen Gegenden werden solche Ausreißer häufig als Satanisten bezeichnet, auch wenn's eigentlich Wiccaner sind oder sich solche Leute mit Yoga beschäftigen (ich meine es war in einem Buch von Ingolf Christensen über Jugendsatanismus, in dem er den besorgten Eltern im Anhang erklärte, das Kind sei in Gefahr ein Satanist zu werden, wenn es sich mit Yoga beschäftigt). Satanismus kann man also als etwas bezeichnen, was einem die Emanzipation vom Herdenbewusstsein ermöglicht.
Schafft man diese Emanzipation, dann lernt man die Symbole kennen, mit denen die Herde gesteuert wird (Luziferianismus, aber auch andere "Schulen" wie z.B. Freimaurer, Golden Dawn und andere Vorhöfe). Schafft man die Emanzipation nicht, dann bleibt man Teil der Herde mit neuer Rolle darin (traditioneller Satanist).


Zitat von Cassiel, am 12/3/2010 um 22:58

Auch möchte ich gerne mal auf folgendes hinweisen: Luzifer, als gefallener Engel, ist laut der christlichen Mystik mit Gott in Streit gekommen und gefallen, weil er es nicht OK fand, das Gott die Menschen ihm als gleichwertig betrachtet hat. Er hat die Menschen verachtet und wurde deshalb von Gott verbannt, bzw, hat sich gegen ihn aufgelehnt.


Das ist eher die islamische Mystik. Nach dieser soll Shaitan Vergebung finden, wenn er sich an Adams Grab entschuldigt für seine Überheblichkeit.
Aber es gibt sehr viele verschiedene Mythen über den Höllensturz. Zum Beispiel wollte Satan als erster, schönster und mächtigster Engel seinen Thron über den Gottes setzen, ein Drittel aller Engel wollte ihm folgen und wurde darum mit in die Hölle geworfen (was ein interessantes Licht wirft auf die Zahl 72 in Büchern wie der Goetia: wenn 72 einem Drittel aller Engelschöre entspricht, dann sind es insgesammt 216 Chöre, wobei 216 = 6³ = 6x6x6 ist).
Dabei wird meistens das Buch Hiob vergessen, in dem Satan noch als "Aussendienstmitarbeiter" auftritt, Goethe lehnt sich in seinem Faust an diese Geschichte an.


Zitat von Cassiel, am 12/3/2010 um 22:58

Des weiteren würde es mich interessieren Beispiele von erfolgreichen Satanisten genannt zu bekommen. Was ist aus solchen Leuten geworden? Wurden sie Weise? Haben sie es in irgendeiner Hinsicht zu etwas gebracht? Warum erkranken fast alle professionelle Satanisten nach einiger Zeit an Milzproblemen, oder Krebs?


Naja, auch Leute wie Bardon (der große Heiler) oder Wilhelm Reich starben derart unrühmlich.
Ich wage zu bezweifeln, daß eine Person, "die es zu etwas gebracht hat", mit ihrem Satanistentum hausieren geht. Aber wenn man den gängigen Verschwörungstheorien Glauben schenken mag, dann sind in Politik und Wirtschaft ausschließlich Satanisten erfolgreich, oder? ;0)
Mir fällt spontan (ausser "Mediensatanisten" wie Marylin Manson &co) nur ein halbwegs erfolgreicher Satanist ein: Michael W. Ford. Er hat reichlich Bücher zum Thema geschrieben, macht Musik und verbreitet seine An- und Einsichten auch über's Internet. Allerdings ist er eher als Luziferianer einzuordnen.





EL


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Philosophus
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red_folder.gif erstellt am: 13/3/2010 um 12:37  
Es gibt solche und solche Satanisten und wir werden immer Kategorien finden, um jeden Satanisten in einer Schublade verschwinden zu lassen. Dies ist wahrscheinlich die schlimmste Hölle für einen Satanisten, wenn man von einem Messi in eine Schublade gesteckt wird und da nie wieder rauskommt. Kein Wunder, dass ein aufgeklärter Bürger sich vor einem Satanisten nicht mehr fürchtet.
Wir können aber auch noch Kategorien für die Kategorien finden. Sind das dann die Schränke für die Schubladen oder die kleinen Schachteln/ Boxen in den Schubladen. Darüber können wir später nachdenken.
Ich hätten insbesondere drei große Metakategorien anzubieten:

1. Soziologische Kategorie wie Jugendsatanismus oder philosophischer Satanismus
2. Kultureller Satanismus wie christlicher Satanismus (nur ein wahrer Christ kann ein Satanist sein) oder aus einigen hinduistischen Traditionen kann auch der linkshändige Tantrismus als Satanismus gesehen werden.
3. Freifliegenden Satanisten wie einige Chaosmagier (selbstverständlich nicht ein jeder Chaosmagier) und die Töchter und Jünger des LHP.

Es gibt hier natürlich auch gewisse Überschneidungen zwischen den Metakategorien. Es gibt Satanisten die an Satan glauben, als ein gottähnliches selbstständiges Wesen und es gibt Satansiten, die an das Prinzip Satan glauben. Selbstverständlich kann auch diese Kategorisierung auseinander genommen werden, wie jede andere Kategorisierung ebenso.
Selbstverständlich wird sich ein überzeugter Vertreter einer Kategorie als ein Vertreter des „wahren Satanismus“ sehen. Diese Sicht betrifft nicht nur Satanisten, ich erinnere mich an eine Diskussion, vor 15 Jahren über das „einzig wahre Hexentum“. Na ja, ich sehe mich ja auch als einen Vertreter des einen Weges an  und habe bis jetzt niemanden gefunden, der mich vom Gegenteil überzeugen konnte. Denn irgendwann steht man an dem Punkt so weiterzumachen wie bisher oder weiterzugehen, selbst über die schon weit gesteckten Grenzen magischen Denkens der Chaosmagie und des LHP hinaus.

Gehen wir mal aber einen Schritt weiter. Über die Zeitalter und Kulturen hinweg können wir Satanismus als einen Gegenentwurf zum herrschenden sozialen Biotop betrachten sowie dem Wunsch besser zu werden als die Anderen. Dieses besser werden als die Anderen, soll durch die Verleihung magischer Kräfte, durch Satan oder der Schulung des Geistes in Magie erreicht werden. Hierdurch soll ein Machtzuwachs für das jeweilige Individuum erreicht werden (nur so am Rande, magische Kräfte existieren). Jetzt bin ich besser, stärker, schöner, besonderer als DU. Was wird den aber gesamtgesellschaftlich gefordert? Wir müssen besser werden, Intelligenter, schneller, individueller – also anders (aber wehe, jemand wird das wirklich und versucht es sogar noch zu leben). Somit könnte man die Mövenpickpartei als die politische Kirche Satans auf Erden sehen, wobei ich jetzt nicht politisch werden will.
Somit ist die Hinwendung zum Satanismus, die Rebellion mit der ich mich aus der Herde befreie nur die Fortführung eines kollektiven Muster, unter einem bestimmten Logo, in diesem Falle Satanismus. Somit sehe ich keine Emanzipation vom Herdenbewusstsein. Rebellion, egal gegen was, bezieht sich immer auf einen Gegenüber (Person, Gruppe, Idee, Ideologie, Religion) und kann sich nur durch das vermeintlich feindliche Gegenüber definieren, d.h. identifizieren. Ohne das Gegenüber ist die augenscheinliche Emanzipation nicht möglich. Es wird nur das weitergelebt, was schon seit Jahrtausenden gelebt wird. Das große System wird nicht verlassen, nur weil ich mal gegen Mama und Papa ein klein wenig bockig bin. Die beiden sind doch auch nur kleine Figuren im großen Spiel von Maya.
Was läuft hier eigentlich? Satan, der große Gegenentwurf! Satan, Satanisten und jeder andere Mensch, egal ab Magier, Konzernboss, christlicher Priester wendet sich von etwas ab und sagt, damit habe ich nichts zu tun. Hier haben wir sie wieder, die Rebellion im eigenen System. Der große Gegenentwurf Satans ist nichts anderes als die Spaltung! Spaltung meint die Dualität. Das bin ich, das bin ich nicht; Mann und Frau, Gut und Böse (was auch immer das nach einer individuellen Perspektive bedeuten mag) etc..
Viele Menschen halten sich für gute Menschen, soll ja auch gute Satanisten geben  und mit dem Schatten habe ich nichts zu tun! Warum könnte ich dann manchmal meinen Chef ans Kreuz schlagen. Ich kann also nicht leugnen, dass beides in mir ist (nur weil ich es nicht ausagiere, heißt es nicht, dass es nicht in mir ist) und trotzdem leugne ich es. Das ist die Spaltung Satans in nahezu jedem Menschen, in nahezu jedem Moment.
Nur weil ich gegen alte Konventionen (christlicher Glaube, islamischer Glaube, Kapitalismus…..) rebelliere, verlasse ich noch lange nicht die Herde der Schafe. Ich suche mir nur eine andere ebenso kleine Schafherde und kann dann böse auf die alte Herde kucken, mäheeee. Ich bin aber noch immer ein Schaf, mäheeee.

Solange ich dem ICH folge, folge ich Satan. Jeder identifizierte Mensch ist eine Manifestation des satanischen Prinzips. Willkommen in der Loge der Satanisten. Die allermeisten wissen nicht mal was davon, dass Sie Mitglied sind und zahlen, zahlen und zahlen (nicht mit Geld).

Wer glaubt, tatsächlich DAS ZU TUN WAS ER WILL hat nicht mal ansatzweise verstanden, wie umfassend das satanische Prinzip ist.
Die Beschäftigung mit der ein oder anderen historischen Geschichte zu Satan, welcher Name nun der wahre Name Satans ist, höhere oder niedere Oktav ist interessant aber letztlich nichts anders als eine weitere und feinere Spaltung, die einem die Spaltung nicht sehen lässt.
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Neophyt
Neophyt


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red_folder.gif erstellt am: 13/3/2010 um 13:58  
Das ist jetzt interessant. Du gibts als Bezugssystem für den Satanismus, welcher Couleur auch immer, die Gesellschaft, eine Glaubensgemeinschaft oder die Familie an, also immer ein "horizontalen" Vergleich. Aber es ist ja auch ein Ziel oder Beiprodukt aller magischen Schulen sich weiter zu enwickeln. Wäre das nicht ebenfalls pubertär? Oder siehst du hier einen vertikalen Orientierungspunkt?

F*
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Philosophus
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red_folder.gif erstellt am: 13/3/2010 um 16:46  
Als Bezugspunkt für das Prinzip Satanismus würde ich die Spaltung sehen. Spalten, also Rebellion, ist für Menschen so normal, dass sie es erst merken, wenn es psychisch oder physisch extrem gewalttätig wird. Selbst dann, verlassen Sie nicht die Spaltung, weil ich selbstverständlich recht habe.

Natürlich ist es Ziel von magischen Orden, aber auch normalen Schulen, Universitäten und Firmen, dass sich Ihre Mitglieder entwicklen. Natürlich in die gewünschte Richtung der Organisation. Wer sich nicht Systemkonform verhält, wurde früher auf dem Scheiderhaufen verbrannt. Heute muss Frau/ Mann glücklicherweise nur eine neue Herde suchen.

Nun gut, die Zielvorstellungen von magischen Orden oder auch freien Magiern ist eine Entwicklung, die nicht viel mit den üblichen Ideen von Entwicklung in unserer Gesellschaft zu tun haben. Als Magier/ Satanist etc. strebt man nach magischen Kräften und magischen Erkenntnissen. Den Gewinn von Kräften und Erkenntissen kann ich aus solch einer Perspektive durchaus als Entwicklung von Fähigkeiten stehen lassen. Auf einer anderen Ebene der Perönlichkeit eines Magiers/ Satanisten zielt diese Vorstellung von Entwicklung auf ein stärker, besser, mächtiger ab. Hier sehe ich keinen Unterschied zwischen den Entwicklungsideen unserer Gesellschaft und von Logen/ Magieren. Es ist das selbe Muster. Schau Dir mal die Gebote der CoS an und dann unsere Gesellschaft. Auf dieser Ebene, die ich persönlich als sehr primitiv erachte, ist unsere Gesellschaft satanischer Natur.
Das betrachte ich heute nicht mehr als Entwicklung, da es die Spaltung nicht aufhebt, sondern nur noch verschlimmert. Selbst wenn ich noch so viele magische Kräfte, oder gesellschaftlich gesehen, Wissen erworben habe. Das kann durchaus als horizontale Entwicklung gesehen werden.

Was ist dann eine vertikale Entwicklung?
Aus meiner Sicht ist eine vertikale Entwicklung ein entwicklen des Wollknäuls unserer fixierten Vorstellungen. Wir änderen mit der Zeit unsere Position, Werte etc., fixieren diese dann aber auf der anderen Seite des geistigen Pendels. Dies ist somit wieder eine fixierte, also gespaltene Vorstellung, d.h. eine weitere Verwirrung des Wollknäuls. Wir glauben, dass wir uns dadurch in einer chaotischen Welt Sicherheit und Orientierung finden. Wir pflegen dadurch nur unsere Vorurteile, egal welche Position wir einnehmen wie pro oder contra Satanismus.

Für eine vertikale Entwicklung muss ich jede Vorstellung fallen lassen und zum Zeugen werden. Jede Identifikation auf der einen oder anderen Seite, jede Rebellion gegen etwas bestätigt nur das System und besiegelt den Pakt.
Die Aufgabe der Fixierung ist die Kündigung des Paktes. Dies ist i.d.R. keine einmalige Kündigung, sondern bedarf vieler Kündigungen.

Dies führt zu innerer Freiheit, in dieser Freiheit muss in jedem Moment gesehen werden, was getan werden muss. Eine Woche später, in einer ähnlichen Situation, wird etwas anderes getan.


[Editiert am 14/3/2010 um 13:29 von Alles und Nichts]
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Ipsissimus
Ipsissimus

Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 24/3/2010 um 09:04  
was ich immer bemerken muss, ist das satanismus (genau wie sein gegenteil) immer stark hierarchisch ist - so wie es die riege der engel gibt, von oben nach unten absteigend von gott zum dorfpfarrer, ist das spiegelbildlich auf der anderen seite - von satan himselbst als höllenfürsten bis zum dorfkuttenträger.

es geht immer um die themen dominanz und unterwerfung. was (denke ich) auch in sexualmoralischer hinsicht (Patriarchat <-> BdSM) sein abbild hat.

nuja. wer drauf steht. :D


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